Aktuelles aus der August-Horch-Schule
08.11.17 12:28 Alter: 197 days

Neue KfZ-Werkstatt feierlich eingeweiht

Von: Julia Thyssen

Kreis und Land investieren 1,4 Mio EUR

Viel gab es zu bestaunen und zu besprechen (Foto: Thomas Lenz)

Am 20.10.2017 wurde die neue Kfz-Werkstatt der August-Horch-Schule eingeweiht. Nach zwei Jahren Bauzeit steht den rund 250 Auszubildenden im Kfz-Bereich und ihren Lehrkräften nun eine mehr als dreifach vergrößerte Kfz-Werkstatt zur Verfügung. Durch einen Anbau und Hinzunahme eines Teils der Metallwerkstatt können die Schülerinnen und Schüler nun an sieben Fahrzeugen gleichzeitig arbeiten.

Der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Dr. Saftig, eröffnete die Einweihungsfeierlichkeiten mit einer Rede, in der er den hohen Stellenwert des praktischen Arbeitens während der dualen Berufsausbildung hervorhob. Da dies nun in der neuen erweiterten Werkstatt unter idealen Bedingungen stattfinden kann, sieht der Landrat hier einen deutlichen Zugewinn für die Qualität der Ausbildung der Kfz-Berufe in der Region. Walter Wahl vom Bildungsministerium Rheinland-Pfalz, der als ehemaliger Schulleiter der BBS Andernach einen besonderen Bezug zur Schule besitzt, stellte fest, dass der Zeitpunkt des Bauvorhabens besser nicht hätte sein können. So konnte auch der wichtige Aspekt der Elektromobilität bei der Umsetzung berücksichtigt werden. Die für die Erweiterung der Werkstatt verantwortliche Architektin Agnes Hessel gab den Gästen einen Einblick in den Planungsprozess der Umbaumaßnahmen. Frau Hessel hatte vorher bereits eine Brandschutzsanierung für die Schule umgesetzt. Anschließend betonte der Schulleiter der August-Horch-Schule, Rainer Finkenrath, die didaktischen Möglichkeiten, welche die neue Kfz-Werkstatt bietet, vor allem wenn es um eine zeitgemäße Verknüpfung von Theorie und Praxis geht.

Nun konnten die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft sich selbst von den Vorteilen überzeugen, die sich durch die baulichen Maßnahmen für die Auszubildenden ergeben haben. Zu diesem Zweck zeigten die Auszubildenden an verschiedenen Stationen wie an modernsten Arbeitsplätzen zukünftig praktisch gearbeitet werden kann. Hierzu wurde unter anderem das Ausbeulen eines Autos vorgeführt sowie die computergesteuerte Analyse technischer Defekte. Da die Kfz-Werkstatt nun auf dem neuesten Stand der Technik ist, dürfen auch Arbeitsplätze sowohl für Hybrid- und elektroangetriebene PKW nicht fehlen. Um dies alles zu ermöglichen, investierte der Kreis Mayen-Koblenz circa 1,4 Millionen Euro. Davon trug das Land Rheinland-Pfalz  einen Anteil von 635 000 Euro.

Außerdem stellt der Kreis Mayen-Koblenz der BBS Andernach einen ehemaligen Dienstwagen, das Hybridfahrzeug Toyota Prius, zur Verfügung damit auch in dem zukunftsträchtigen Bereich der Elektromobilität praktisch ausgebildet werden kann. Hierzu hat auch das Unternehmen innogy einen großen Beitrag geleistet, indem es der Werkstatt eine Elektroladestation spendierte sowie für die Demonstration im Unterricht ein Elektroauto leiht. So genießen Auszubildende in den Bereichen Kfz und Karosseriebau ab jetzt optimale Bedingungen, um in einem zeitgemäßen handlungsorientierten schülerzentrierten Unterricht die Verknüpfung von Theorie und Praxis zu lernen. (Text: Julia Thyssen, Foto: Thomas Lenz)