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Erasmus+ Europäische Partnerschulen zu Gast

Die polnisch-französisch-griechisch-spanische Gruppe stellt ihre Bilder vor.

In der Woche vom 22. bis 27. Oktober 2017 trafen sich zum Thema „Migration matters“ unsere Partner aus acht europäischen Ländern an der August-Horch-Schule in Andernach. Während die Vertreter der Berufsschulen aus Cakovec (Kroatien), Milazzo (Sizilien) sowie der Gymnasien aus Konskie (Polen), Athen, Villnius (Litauen) und Montemor-o-Novo (Portugal) bereits zum dritten Mal Andernach besuchten, war es für unsere neuen Partner aus Puerto Real in Andalusien und aus Tarbes in Südfrankreich der erste Projektaufenthalt.

Im Mittelpunkt der Arbeitswoche standen Interviews der KooperationsschülerInnen mit Menschen, die mit Migranten arbeiten, bzw. selbst einen Migrationshintergrund haben.. So wurde Frau Scharrenbach vom „Haus der Familie“, Frau Klingbeil von der „Flüchtlingshilfe Andernach“, Herr Azizi, ein Rundfunkreporter aus Afghanistan, Herr Cheiko ein Auszubildender der Kreissparkasse Mayen sowie Lehrer und SchülerInnen der August-Horch-Schule zu ihren Erfahrungen als MigrantInnen in Deutschland, bzw. zu ihrer Tätigkeit befragt. Alle Interviews fanden auf Englisch statt, da dies auch die Sprache unseres Projektes ist.
 
Die Ergebnisberichte der KooperationsschülerInnen wurden dann dem Plenum vorgestellt und durch weitere, aktuelle Daten und Zahlen zur Flüchtlingssituation in Andernach, in Deutschland und den anderen europäischen Partnerländern ergänzt. Die Teilnehmer fanden es bemerkenswert, dass sich die Aufwendungen der Verwaltungstätigkeit für Asylbewerber laut Teilergebnishaushalt der Stadt von 888.300,- Euro im Jahr 2015 auf heute 2.634.620,- Euro nahezu verdreifachten.

In der anschließenden Diskussion unter den Lehrkräften wurde die gesamte Bandbreite des Meinungsspektrums im Hinblick auf dieses Thema offensichtlich.  Einig waren sich alle darin, dass das Fehlen einer einheitlichen Asyl-, Flüchtlings-, Arbeitsmigrations- und vor allem Grenzschutzpolitik seitens der EU ein weitergehendes Zusammenwachsen der einzelnen Mitgliedsländer verhindere und dieser dauerhafte Mangel an Problemlösungsfähigkeit der Politiker ein Hauptgrund für die verbreitete Europamüdigkeit sei.  

Ein weiterer Schwerpunkt der thematischen Arbeit der SchülerInnen war die Kreativwerkstatt in der aus verschiedenen Materialien unser Projektlogo, Leinwandimpressionen, Plakate sowie eine Skulptur erstellt wurden.

Als sportlicher Ausgleich stand der Besuch des KandiTurms, eine Andernach Erkundungsrallye und der Aufstieg zur Reichsburg in Cochem auf dem Programm, die im Anschluss besichtigt wurde. Auch sie hat einen „Mihigru“, da sie nach der Zerstörung im Jahre 1689 durch die Truppen Louis XIV von einem anderen Louis, nämlich dem Berliner Industriellen und Multimillionärs mit französischen (hugenottischen) Wurzeln, Louis Ravené, knapp zweihundert Jahre später als Sommerresidenz in der Pracht des Historismus wiedererstand.  

Glanzlichter am Programmabschluss setzten der Empfang im Alten Rathaus durch unseren Oberbürgermeister Herrn Hütten und die Abschiedsparty in unserer Schule.

Bei den nächsten Treffen, werden andere Bereiche des gewählten Hauptthemas im Mittelpunkt stehen. So wird, z. B. in Kroatien die „Migration in Fauna und Flora“ am Beispiel invasiver Pflanzen oder Neozoen untersucht, in Portugal die Auswirkungen von „Globalisierung und Digitalisierung“, in Sizilien das Thema „Arbeitsmigration“, in Polen „Migranten als Kulturbringer“, in Frankreich das „Ambulante Gewerbe und Jobnomadentum“ und in Griechenland als Heimat der Odyssee und der Ilias, Wander- und Reisethemen in Literatur und Liedgut. Anspruchsvoller und aktueller Bezug zum Projektthema besteht auch in Spanien, wo wir „Manipulationsmethoden in Medien und Statistiken“ untersuchen werden. Zur Erstellung einer „virtuellen Landkarte des Exils“ legt das Gymnasium in Vilnius seinen Schwerpunkt auf „Erzwungene Migration: Deportation und Vertreibung“.  Der Beitrag unserer Schule wird sich dabei auf die Russlanddeutschen beziehen, die unter Stalin zu Hunderttausenden aus der Wolgaregion in die zentralasiatischen Regionen der UDSSR unter unmenschlichsten Bedingungen zwangsumgesiedelt und in Arbeitslager verschleppt wurden und von denen einige nach 1990 eine neue Heimat in Andernach gefunden haben.


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